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Aufwändige internationale Vorbereitungen auf die "RRC-06"

Das für das analoge Fernsehen geschaffene Stockholmer-Frequenzabkommen aus dem Jahre 1961 konnte den europäischen Forderungen nach einer raschen Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks nicht mehr gerecht werden, weshalb die CEPT-Staaten die regionalen (auf Europa beschränkten) Wiesbaden- und Chester-Konferenzen einberiefen, um eine europäische Basis zur Einführung von T-DAB (digitaler Hörfunk) und DVB-T (digitales Fernsehen) zu schaffen. Mit den in den Jahren 1995 in Wiesbaden für T-DAB (WI95) und 1997 in Chester für DVB-T (CH97) ausgehandelten Abkommen konnten jedoch nicht genügend Spektrumsressourcen freigestellt werden, um die Digitalisierung im gewünschten Masse voranzutreiben. Aus diesem Grund stellte die CEPT im Jahr 2000 bei der ITU einen Antrag zur Revision des europäischen Stockholm61-Abkommens. Die ITU entschied 2002 das Planungsgebiet zu erweitern und die afrikanische Rundfunk-Zone mit einzubeziehen. Mit dem Argument, dass auch Afrika die Möglichkeit gegeben werden müsse einen digitalen Frequenzplan zu entwickeln. Die ITU legte einen Zeitplan für die "Regional Radio Conference" fest. Die Konferenz wurde zweigeteilt, in die 3-wöchige Vorbereitungskonferenz "RRC-04" und die 5-wöchige Abschlusskonferenz "RRC-06" (siehe Abb. 3). Zwischen den beiden Konferenzen, während der "intersessional period", musste einerseits auf der technischen Ebene mit Hochdruck die Planungssoftware der ITU entwickelt werden. Andererseits mussten auf regulatorischer Ebene die grundlegenden Planprozeduren bereitgestellt werden. Weiter galt es zwischen benachbarten Administrationen Koordinationsverhandlungen zu führen, mit dem Ziel den digitalen Plan soweit als möglich vorzubereiten.
Abb. 3: Zeitplan und Schwerpunkte der "Regional Radiocommunication Conference"
Abb. 3: Zeitplan und Schwerpunkte der "Regional Radiocommunication Conference"
Bereits im Jahr 2000 liefen die Vorbereitungen für die "Regional Radiocommunication Conference (RRC)" auf den unterschiedlichsten europäischen und internationalen Ebenen an. In diversen Arbeitsgruppen der EBU (European Broadcasting Union) und ITU wurden die technischen Grundlagen erarbeitet, während die Harmonisierung der technischen und regulatorischen Aspekte auf europäischer Ebene in der CEPT, insbesondere in der Arbeitsgruppe WG RRC06, vorangetrieben wurde (siehe Abb. 4). Vergleichbare Vorbereitungen wurden auch in den russischen Commonwealth Staaten, sowie in den arabischen und afrikanischen Interessens-Blöcken aufgenommen.
Abb. 4: Europäische und internationale Organisationen welche an den Vorbereitungen der RRC beteiligt waren
Abb. 4: Europäische und internationale Organisationen welche an den Vorbereitungen der RRC beteiligt waren
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Zuletzt aktualisiert am: 14.08.2006

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