Liebe Leserinnen und Leser
Dieses BAKOM Infomailing ist geprägt von Änderungen. Neues kommt, Bestehendes wird abgelöst.
So verabschieden wir uns von der bisherigen Strategie für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz. Der Bundesrat hat diese im März aktualisiert und den neuen Weg aufgezeichnet, wie die Schweizer Bevölkerung und Wirtschaft von den Informations- und Kommunikationstechnologien profitieren und auch zukünftig der Informationsgesellschaft angehören kann. Dass eine zukunftsträchtige Strategie dafür wichtig ist, zeigt eine Studie der Universität Zürich: Wie nutzt die Schweizer Bevölkerung das Internet und welche Einstellung hat sie dazu? Die Untersuchung hat ergeben, dass mehr als drei Viertel der Schweizer Bevölkerung im Internet unterwegs ist. Trotzdem fühlen sich mehr als 40 Prozent nicht oder nur ein wenig in die Informationsgesellschaft eingebunden.
Verabschieden wollen wir uns auch von der Konzessionspflicht für gewisse Geräte und Anwendungen: Wir schlagen per Verordnungsrevision vor, dass in der Schweiz ab dem 1. Januar 2013 beispielsweise die Funkmikrofone ohne Registrierung bei unserem Amt betrieben werden können. Auf internationaler Ebene hat die "internationale Fernmeldeunion" (ITU) zudem entschieden, die Berechnungsmethode für die Funkwellen-Ausbreitung zur Gewährleistung der Datenübertragung zu ändern. Sie bezieht neu die Besonderheiten des Geländes ein, in dem die Wellen sich bewegen. Somit können Hindernisse zwischen Sender und Empfänger – und somit Eigenarten einer Abdeckungszone oder der Antennenreichweite – bei der Ausbreitungsberechnung berücksichtigt werden.
Im Bereich Radio und Fernsehen haben wir uns von offenen Fragen verabschiedet. Vor drei Jahren haben wir die kontinuierliche Begleitforschung von Radio- und Fernsehprogrammen eingeführt. An einem Treffen unter unserer Leitung haben Radio- und Fernsehstationen mit den Forschern offene Fragen zu diesem Bereich diskutiert. Die Fragen und die Antworten dazu haben wir nun publiziert.
Zu guter Letzt nutze ich die Gelegenheit, mich selber von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, zu verabschieden. Nach zwanzig spannenden Jahren beim Bundesamt für Kommunikation wechsle ich per 1. April zum Generalsekretariat des Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Ich verabschiede mich mit einem weinenden Auge von meiner bisherigen Funktion als stellvertretende BAKOM-Direktorin. Mit einem lachenden Auge freue ich mich auf die neue Herausforderung als stellvertretende UVEK-Generalsekretärin. Thematisch werde ich bestimmt mit dem BAKOM verbunden bleiben.
Vielleicht begegnen wir uns auf die eine oder andere Weise wieder. Ich würde mich freuen.
Gute Lektüre und auf Wiedersehen
Véronique Gigon
Stellvertretende Direktorin BAKOM