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Obwohl der Grossteil der Mehrwertdienstnummern keinerlei Probleme verursacht und die geltenden Bestimmungen erfüllt, machen Missbräuche noch zu oft Schlagzeilen. Um diese Missbräuche zu bekämpfen, verschärft das BAKOM zum einen die Nutzungsbedingungen für 090x-Nummern. Zum anderen will es die Öffentlichkeit besser informieren, da die möglichen Folgen eines Anrufs auf 0900-, 0901- oder 0906-Nummern häufig noch zu wenig bekannt sind.
Was sind 0900-, 0901- und 0906-Nummern? Welche Regeln gelten für diese Nummern? Was ist bei Verdacht auf Missbrauch zu unternehmen? Wer ist wofür zuständig? Diese und weitere Fragen werden in den 9 Merkblättern des BAKOM beantwortet. Für die Gestaltung dieses Informationsmaterials hat das BAKOM die übrigen interessierten Kreise konsultiert (das Staatssekretariat für Wirtschaft - seco, das Büro für Konsumentenfragen, die grössten Telefonanbieter sowie die Konsumentenschutzorganisationen). Zudem hat es die Entwürfe einigen Laien unterbreitet, um die Verständlichkeit der Informationen für die Bürgerinnen und Bürger zu prüfen.
Die Informationen werden regelmässig auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Merkblätter sind in deutscher, französischer, englischer und italienischer Sprache verfügbar und können beim BAKOM gratis bezogen werden. Das gesamte Informationsmaterial ist zudem auf der BAKOM-Website zu finden: www.bakom.ch/0900.
Ab dem 1. April 2004 ist es den Inhabern von 0900-, 0901- und 0906-Nummern untersagt, ihren Kundinnen und Kunden das Herunterladen von PC-Dialern für die Einwahl ins Internet über ihre Mehrwertdienstnummer anzubieten. Seit 2002 nimmt die Zahl der Missbräuche im Zusammenhang mit PC-Dialern ständig zu. Nach der Konsultation der interessierten Kreise hat das BAKOM beschlossen, die technischen Vorschriften abzuändern und die Verwendung von PC-Dialern in Verbindung mit den Mehrwertdienstnummern zu verbieten.