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.swiss und neue Domain-Endungen für das Internet

Die neue Internetdomain ".swiss" steht der Schweizer Gemeinschaft seit September 2015 zur Verfügung. Der Bund hat mit der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), der globalen Verwaltungsstelle von Internetadressen, einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Um den Wettbewerb und die Vielfalt im Domainnamen-System zu fördern, sind nach und nach neue Endungen für Internet-Domainnamen verfügbar. Zu den 22 herkömmlichen generischen Domain-Endungen wie ".com", ".org" oder ".info" kommen thematische (z.B. ".hotel", ".bank"), geografische (z.B. ".berlin", ".florida") oder Marken-Endungen hinzu. Diese Neuerung basiert auf einem Entscheid der ICANN.

Mit der Möglichkeit, Namen in diesen neuen generischen Top-Level-Domains (gTLDs) zu registrieren, können Unternehmen und andere Körperschaften ihre Sichtbarkeit im Internet erhöhen. Diese müssen allerdings auch dafür sorgen, dass sie gegen die unbefugte Nutzung ihrer Marke oder Benennung durch Dritte (Cybersquatting) geschützt sind. Das BAKOM empfiehlt Unternehmen und Organisationen deshalb, die mit diesen neuen Erweiterungen verbundenen Risiken und Chancen genau zu evaluieren.

Nach dem Entscheid der ICANN, neue Internetdomains der ersten Ebene zu schaffen, sind in der ersten Bewerbungsperiode, die im Frühjahr 2012 zu Ende gegangen ist, Umsetzungsprojekte eingereicht worden, deren aktueller Stand auf der Website der ICANN ersichtlich ist.

Die ICANN hat noch keine weitere Periode festgelegt, in der Bewerbungen für die Schaffung neuer gTLDs eingereicht werden können. Die Schweiz und ihre Verwaltung sind weder in das Erstellungsverfahren neuer gTLDs noch in die Evaluation der Bewerbungen eingebunden. Der Bund kann sich jedoch gegen eine Bewerbung stellen, wenn er der Ansicht ist, dass das nationale öffentliche Interesse auf dem Spiel steht. Wenn es um die Interessen von Privatpersonen geht, kann nur die in ihren Rechten verletzte Partei mittels der von der ICANN definierten Verfahren oder durch Klage vor der zuständigen staatlichen Gerichtsbarkeit dagegen vorgehen. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), das den Bund im beratenden Regierungsausschuss der ICANN (Governmental Advisory Committee) vertritt, hat den Auftrag, die Wirtschaftskreise und andere Betroffene regelmässig über die jüngsten Entwicklungen in diesem Projekt zu informieren.


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Zuletzt aktualisiert am: 22.01.2015

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