Bundesamt für Kommunikation

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Internet Domain Namen

Domain-Namen ermöglichen unter anderem, jeder Website eine einmalige Adresse zuzuweisen. Solche Namen, wie zum Beispiel bakom.ch, werden heute sehr häufig verwendet, vor allem für den Zugriff auf Websites oder den Versand von E-Mails. Zu den 22 heutigen Endungen wie .ch oder .com kommen 2013 neue markenspezifische oder geografische Domain-Namen der ersten Ebene hinzu. Vor diesem Hintergrund hat der Bund eine Strategie festgelegt, die das öffentliche Interesse unseres landes im Bereich der Domainnamenverwaltung wahren soll. Er hat sich insbesondere um die Endung .swiss beworben.

Um die über das Internet verschickten Informationen (zum Beispiel Anzeigen einer Seite im Navigator) empfangen zu können, muss jeder Computer über eine einmalige, aus Zahlenreihen bestehende Adresse, die so genannte IP-Adresse, verfügen. Damit die Benutzer sich diese Zahlen nicht merken müssen, werden sie durch Namen ersetzt, die sich leichter einprägen. Es handelt sich dabei um die so genannten Domain-Namen, die in der Regel aus durch Punkte getrennten Buchstabenfolgen bestehen. Das Domain-Namen-System (DNS) unterteilt sich in mehrere Ebenen. Im Beispiel www.admin.ch stellt "ch" die Domain der ersten Ebene und "admin" jene der zweiten Ebene dar.

 

Jeder Domain-Name der zweiten Ebene ist einzigartig und kann nur einmal in einer Domain der ersten Ebene (TLD) registriert werden.

 

Die Registrierung erfolgt nach dem Grundsatz "first come, first serve", d.h. die erste Person, die einen Domain-Namen beantragt, wird dessen Inhaber.

 

Auf globaler Ebene wurden die Verwaltung des DNS und die Einführung von neuen Domains der ersten Ebene (TLD) der privaten Organisation ICANN anvertraut.

Die Domain-Namen der zweiten Ebene können durch bestimmte Registerbetreiber (registry), die von der ICANN für die Verwaltung der Domains der ersten Ebene eingesetzt werden, oder durch die von der ICANN akkreditierten Registrierungsstellen, die so genannten "Registrars", zugeteilt werden.

Dem Antragsteller für einen Domain-Namen steht es frei, sich an den "Registrar" seiner Wahl zu wenden. Manche Registrars können Registrierungen in derselben Domain zu unterschiedlichen Tarifen anbieten.



Domain-Namen für das Internet sind zentral für unseren digitalen Alltag. Damit der Bund die Interessen der Schweiz auf dem globalen Markt ausreichend vertreten kann, hat der Bundesrat am 27. Februar 2013 eine Strategie verabschiedet. Attraktive Domain-Namen sollen stets genügend und sicher zur Verfügung stehen und transparent verwaltet werden.

Neue generische Internet-Domain-Namen (gTLDs) waren Thema eines Informations- und Diskussionstages am 28. November 2011 in Bern. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) und die schweizerische Domain-Namen-Registrierungsstelle SWITCH veranstalten mit Vertretern der Schweizer Wirtschaft und Zivilgesellschaft einen Anlass über das internationale gTLD-Programm von ICANN. Angesprochen waren insbesondere Vertreter von Wirtschaft und öffentlicher Hand, die sich im Hinblick auf die neuen Prozesse informieren, vorbereiten und organisieren möchten. Zugleich bestand die Möglichkeit, sich in einem informellen Rahmen über die Chancen und Risiken dieser Neuerung für Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft in der Schweiz auszutauschen.

Zukünftig werden neue Endungen für Internet Domain-Namen möglich sein. Zu den 22 bestehenden generischen Domain-Endungen wie ".com", ".org" oder ".info" kommen ab 2013 thematische (z.B. .hotel, .bank), geografische (z.B. .berlin, .florida) oder Marken-Endungen hinzu. Diese Neuerung basiert auf einem Entscheid der ICANN, der globalen Verwaltungsstelle von Internetadressen (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers). Damit will die ICANN den Wettbewerb und die Vielfalt im Domain-Namen-System fördern. Auch der Bund hat eine Bewerbung eingereicht, und zwar für die Endung .swiss. Wird die Schweizer Bewerbung angenommen, kann das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) der Schweizer Gemeinschaft den neuen Domainnamen .swiss ab dem zweiten Halbjahr 2014 zur Verfügung stellen.

Ab Frühling 2015 könnte bei den .ch-Domainnamen die hoheitliche Tätigkeit als Registerbetreiberin vom direkten Kontakt zu den Nutzerinnen und Nutzern, die Adressen mit der Endung .ch für sich reservieren möchten, getrennt sein. Derzeit werden beide Aufgaben von Switch wahrgenommen; der entsprechende Vertrag läuft jedoch Ende März 2015 aus. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) nutzt die Gelegenheit zur Überprüfung des gesetzlichen Rahmens, der diese Fragen regelt.


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Zuletzt aktualisiert am: 27.02.2013

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