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Radiobranche stellt die Weichen für den UKW-Ausstieg

Ab 2024 sollen in der Schweiz alle Radioprogramme nur noch digital und hauptsächlich über DAB+-Plattformen verbreitet werden. Dies ist das Ziel der Radiobranche, die spätestens 2024 die analoge UKW-Verbreitung ihrer Programme einstellen will. Am 1. Dezember 2014 übergaben Vertreter der SRG und der privaten Radiostationen Bundesrätin Doris Leuthard einen entsprechenden Fahrplan mit Massnahmen, die bis zu diesem Zeitpunkt von der Branche und den verantwortlichen Bundesstellen umgesetzt sein müssen.

Der Umstieg von der analogen auf die digitale Radioverbreitung soll in zwei Schritten erfolgen: Bis Ende 2019 sollen alle UKW-Programme auch digital auf einer DAB+-Plattform verbreitet werden. Da ein parallel geführtes Angebot von UKW und DAB+ die Verbreitungskosten für die Veranstalter markant erhöht, soll die Unterstützung des Bundes im Rahmen der Technologieförderung stark ausgebaut werden, begleitet von Informationsaktivitäten, um das Publikum zum Kauf von DAB+-Radiogeräten zu motivieren.

Der eigentliche Übergang zur digitalen Radioverbreitung erfolgt ab 2020. Im Rahmen einer gemeinsamen Vereinbarung wird die Radiobranche den Zeitplan für den schrittweisen Ausstieg aus der UKW-Verbreitung festlegen sowie die Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit der Prozess in Angriff genommen wird. Dazu zählt zum Beispiel die Höhe der digitalen Radionutzung in den Haushalten. Spätestens 2024, so das Ziel der Radiobranche, soll der letzte UKW-Sender der Schweiz vom Netz genommen werden.

Arbeitsgruppe Digitale Migration

Die Arbeitsgruppe Digitale Migration (AG DigiMig) formierte sich 2013 mit dem Ziel, für die Radiobranche eine gemeinsame Strategie für den koordinierten Umstieg der Radioprogramme von UKW auf DAB+ zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus Vertretern der SRG, des Verbandes Schweizer Privatradios (VSP), der Union Romande des Radios Régionales (RRR), der Union der nichtkommerziellen Radios (UNIKOM) und des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM).

Am 1. Dezember 2014 hat die AG DigiMig den Schlussbericht der Vorsteherin des UVEK, Bundesrätin und Medienministerin Doris Leuthard übergeben. Der Bericht enthält 15 Massnahmen, die sich an verschiedene Adressatenkreise richten und in einen Fahrplan für den Umstieg auf DAB+ münden. Dieser Plan sieht vor, dass der Bund ein Zeitfenster öffnet, in dessen Rahmen die SRG und die Lokalradios selbstverantwortlich und unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Besonderheiten die digitale Migration organisieren.
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Zuletzt aktualisiert am: 01.12.2014

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Typ: PDF

01.12.2014 | 443 kb | PDF


http://www.bakom.admin.ch/themen/radio_tv/01214/02292/04814/index.html?lang=de