Datenpolitik

Damit die Schweiz ein für Wirtschaft und Bevölkerung attraktiver Datenstandort bleibt, will der Bundesrat den freien Zugang zu behördlichen Datensammlungen weiter vorantreiben. An seiner Sitzung vom 9. Mai 2018 hat er die ersten Eckwerte seiner Datenpolitik festgelegt und Massnahmen in Bezug auf Open Data und Datenportabilität angeordnet. 

Die Schweiz soll die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzen, damit sie sich als attrak-tiver Lebensraum und innovativer, zukunftsorientierter Wirtschafts- und Forschungsstandort behaupten kann. Dieses Ziel verfolgt der Bundesrat mit seiner Strategie "Digitale Schweiz". Dabei will er insbesondere innovative Ansätze zur Effizienzsteigerung und zur administrativen Entlastung der Einwohner und Unternehmen fördern. 

Bereits am 22. März 2017 legte der Bundesrat die übergeordneten Ziele einer Datenpolitik der Schweiz fest: Zugang zu Open Data als Rohstoff einer digitalen Wirtschaft und Gesellschaft, zeitgemässe und kohärente Rechtsgrundlagen sowie Rahmenbedingungen, mit denen sich die Schweiz als attraktiver Standort für eine Wertschöpfung durch Daten positioniert.

Um die datenpolitische Entwicklung voranzubringen, hat der Bundesrat am 9. Mai 2018 folgende Massnahmen beschlossen:

  • Prüfung der geeigneten Massnahmen zur Zugänglichmachung von Forschungsdaten (WBF)
  • Analyse der Regelungsbedarf zu einer sektor- bzw. bran-chenspezifischen Einführung der Portabilität von Personendaten (BJ)
  • Erneuerung bis 2020 der Strategie für Geoinformation beim Bund (swisstopo).
  • Integration der Weiterentwicklung der Datenpolitik bis Ende 2018 in die aktualisierte Strategie des Bundesrates „Digitale Schweiz“ (BAKOM). 

Daneben werden zahlreiche weitere Vorhaben vorangetrieben in den Bereichen Mobilität, Statistik, Gesundheit und E-Government.

BFH-Studie "Big Data: Chancen, Risiken und Handlungsbedarf des Bundes"

Cover studie

Ab dem 6.11.2015 steht Ihnen auf dieser Seite die PDF-Version der Studie gratis zur Verfügung. 

Die Studie von Prof. Dr. Thomas Jarchow und Beat Estermann der Berner Fachhochschule basiert auf einer qualitativen Befragung von 20 Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft und einer quantitativen Erhebung bei über 800 Personen in der Schweiz. 

Ziel der Studie ist es, im Hinblick auf die Überarbeitung der Strategie des Bundesrates für eine Informationsgesellschaft für die Schweiz die Implikationen von Big Data besser zu verstehen. Der Bundesrat wird die neue Strategie voraussichtlich im Frühjahr 2016 verabschieden. Gleichzeitig wird er Umsetzungsmassnahmen lancieren, die den Ergebnissen der Big Data-Studie der Berner Fachhochschule Rechnung tragen.

Letzte Änderung 09.05.2018

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https://www.bakom.admin.ch/content/bakom/de/home/digital-und-internet/big-data.html