Roaming für Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Was bedeutet internationales Roaming?

Unter "internationalem Roaming" versteht man die Nutzung eines Gerätes mit einer SIM-Karte im Ausland. Somit kann eine Kundin oder Kunde auch im Ausland mit seinem Gerät telefonieren, SMS senden und empfangen oder im Internet surfen. Abhängig vom Land, Abo und dem Gebrauch des Gerätes kann die Kundin oder Kunde zu Hause eine böse Überraschung in Form einer hohen Rechnung erleben.

Wieso ist das Roaming teuer?

Die Schweizer Mobilfunkanbieterinnen haben nur in der Schweiz ihr eigenes Mobilfunknetz. Damit die Kundinnen und Kunden ihr Gerät auch im Ausland nutzen können, müssen die Schweizer Mobilfunkanbieterinnen mehrere Roaming-Abkommen mit ausländischen Mobilfunkanbieterinnen abschliessen. Die Schweizer Mobilfunkanbieterinnen müssen für die Nutzung des ausländischen Netzes teilweise viel an die ausländischen Mobilfunkanbieterinnen bezahlen. Diese Kosten werden von den Schweizer Mobilfunkanbieterinnen auf ihre Kundinnen und Kunden abgewälzt, in dem sie dafür die Roaming-Tarife verlangen. Manchmal haben die Mobilfunkanbieterinnen auch einfach höhere Margen. 

Wieso zahlen EU/EWR-Bürgerinnen und Bürger weniger?

Wenn EU/EWR-Bürgerinnen und Bürger innerhalb der EU/EWR-Staaten reisen, dann gilt das sog. "Roam-Like-At-Home" (RLAH). Dieser Grundsatz bedeutet, dass EU/EWR-Bürgerinnen und Bürger seit dem 15.06.2017 ihr Mobiltelefon zu den gleichen Konditionen im EU/EWR-Ausland nutzen können wie zu Hause. Für Details siehe URL: https://ec.europa.eu/commission/news/european-parliament-approves-wholesale-roaming-prices-2017-apr-06_de (zuletzt besucht am 07.06.2018)

Was gilt für die Schweiz und wieso nicht "Roam like at home"?

Die Schweiz kennt, im Gegensatz zur EU, keine Regulierung im Bereich Roaming. Eine Übernahme der RLAH Regulierung ist daher auch nicht möglich.

Im Rahmen der Revision des Fernmeldegesetzes (FMG) schlägt der Bundesrat Massnahmen gegen unverhältnismässig hohe Tarife beim Roaming vor: Unter anderem das Festlegen fairer Abrechnungsmodalitäten (z.B. sekundengenaue Abrechnung) oder die Festlegung von Preisobergrenzen. Das Parlament wird über den vorgeschlagenen Artikel im Rahmen der FMG-Revision debattieren.

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Letzte Änderung 12.07.2018

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