Mobilfunkdienste

Der Preisindex für Mobilfunkdienste, basierend auf den drei grössten Schweizer Anbieterinnen, nahm für eine Person mit mittlerem Nutzungsbedarf gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 10.2% ab. Diese Preissenkung ist je nach Marktsegment (Abonnement oder Prepaid) unterschiedlich ausgeprägt. Für eine Person mit mittlerem Nutzungsbedarf mit Abonnement nahmen die Preise um 1.9% ab. jene mit Prepaidkarten verzeichneten sogar eine markante Senkung von 22.1%. In der Analyse wurden auch mehrere Wiederverkaufs-Anbieterinnen berücksichtigt. Deren Performances wurden mit den Indizes verglichen, die sich nur auf die drei grössten Anbieterinnen beziehen. Die Untersuchung umfasst mobile Telefoniedienste, SMS und mobile Datendienste.

Sinkende Tendenz bei den Preisen für die Gesamtheit der Nutzenden

Die Preisentwicklung zwischen 2017 und 2018 zeigt sinkende Preise für die verschiedenen Nutzungstypen. Für Personen mit kleinem Nutzungsbedarf sanken die Preise um 9%, für solche mit mittlerem um 10.2%. und grossem Bedarf um 7.6%.

Abonnement versus Prepaid

Prepaid-Angebote erwiesen sich bislang im Allgemeinen als besonders attraktiv für Personen mit kleinem oder mittlerem Nutzerprofil. Im Gegensatz dazu entsprachen Abonnemente am besten den Bedürfnissen von Personen mit grossem Nutzungsbedarf. 

Seit 2011 trifft dies jedoch nicht mehr zu, wenn man nur die Produkte von Swisscom, Sunrise und Salt (Orange) berücksichtigt. Abonnemente sind heute für Personen mit mittlerem Nutzungsbedarf oft günstiger, während Prepaid-Karten in bestimmten Fällen weiterhin am besten auf die Bedürfnisse von Personen mit einem kleinen Nutzerprofil zugeschnitten sind. Grund dafür ist die Strategie der grossen Anbieterinnen, die Abonnemente im Vergleich zu den Prepaid-Karten attraktiver zu gestalten. Der Prepaid-Markt wird weitgehend den Wiederverkaufs-Anbieterinnen zu überlassen, auch wenn die jüngsten Entwicklungen zu einer Annäherung geführt haben. 

Zwischen 2017 und 2018 waren auf dem Abonnementsmarkt leichte Preisreduktionen zu verzeichnen. Im Prepaid-Segment sanken die Preise hingegen massiv, was auf die neu lancierten Produkte, wie das Angebot von Sunrise, welches eine unlimitierte Nutzung während 90 Tagen einschliesst, zurückzuführen ist.  Die Abonnementspreise waren eher stabil. Für Personen mit einem kleinen Nutzungsbedarf steigen sie um +2.7%, für jene mit mittlerer Nutzung fallen sie um -1.9% und für grosse Profile um -1.8%. Die Preisentwicklung bei den Prepaidkarten verlief wie folgt: +36.9% beim kleinen, -22.1% beim mittleren und -11.3% beim grossen Nutzerprofil.

Spezialfälle

Wie bereits in den Vorjahren gab es auch 2018 wieder gewisse atypische Angebote, die sich nur schwer mit den meisten übrigen Produkten auf dem Markt vergleichen lassen. Sie unterscheiden sich insofern von den Angeboten der Konkurrenz, als die Preise dieser Anbieterinnen für Anrufe auf dasselbe Mobilfunknetz deutlich tiefer sind. Aufgrund der relativ niedrigen Marktanteile dieser Anbieterinnen kommen diese Preise allerdings nur in geringem Masse zur Anwendung. Dies muss bei der Beurteilung ihrer Position berücksichtigt werden.

Preisindizes bei Mobilfunkdiensten nach Nutzerprofilen (100 = Zeitraum 2012; Quelle: BAKOM)
Jahr Kleines Nutzerprofil Mittleres Nutzerprofil Grosses Nutzerprofil
1998 204.6 261.2 358.1
1999 192.1 243.5 326.0
2000 184.8 224.9 289.6
2001 155.2 226.3 296.7
2002 155.0 224.5 289.8
2003 154.8 222.6 286.6
2004 153.6 221.8 284.7
2005 145.3 188.0 240.8
2006 118.2 139.3 162.4
2007 117.4 137.5 159.4
2008 114.8 132.3 148.8
2009 119.3 134.0 148.1
2010 117.7 129.6 138.0
2011 115.2 122.1 139.0
2012 100 100 100
2013 90.6 94.7 104.0
2014 76.5 91.8 95.7
2015 66.2 72.1 70.4
2016 64.3 69.4  69.5 
2017  64.3  73.6  71.5 
2018  58.5  66.1  66.1 

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Letzte Änderung 04.01.2019

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