Umsätze der Schweizer Anbieterinnen von internationalen Roamingdiensten (Endkundenmarkt)

Die hier publizierten Zahlen stellen die Umsätze der Schweizer Anbieterinnen mit Roamingdienstleistungen dar, die pro Einheit abgerechnet wurden. Eine Aufschlüsselung der Einnahmen aus Roaming-Inklusiv-Produkten ist laut Anbieterinnen nicht möglich, daher sind auch keine Zahlen zu diesen Umsätzen erhältlich. Die publizierten Zahlen stellen also nur einen Teil der dem Roaming zuordenbaren Einnahmen dar.  

Umsätze der Schweizer Anbieterinnen von internationalen Roamingdiensten im Jahr 2020

Datenroaming macht den grössten Anteil vom Umsatz aus, wobei er stetig steigt (in 2020 um 68%). Auch absolut steigen die Datenumsätze kontinuierlich, nur 2020, wohl Pandemiebedingt, ist der Umsatz um 12% zurückgegangen. Im ersten Quartal lag der Umsatz zwar über dem Vorjahr, aber im zweiten (erste Covid-19-Welle) und letzten Quartal (zweite Covid-19-Welle) lag er deutlich unter dem Vorjahr.

Wie der Verbrauch sind auch die Einnahmen durch Sprachroaming deutlich gefallen. Der langfristige Trend zeigt seit Jahren nach unten, die Pandemie hat diesen Effekt 2020 deutlich verstärkt. Dies ist sicher auf die gesunkene Reisetätigkeit zurückzuführen, angesichts des gestiegenen Datenverbrauchs jedoch auch mit einem pandemiebedingten Technologieschub zu erklären (gestiegene Benutzung und Akzeptanz von over-the-top-Diensten wie Whatsapp, Skype oder Zoom etc.).

Da immer weniger SMS verschickt werden, sinken die Einnahmen durch SMS kontinuierlich. 2020 haben sie sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert, was wohl auf dieselben Gründe wie beim Sprachroaming zurückzuführen ist.

Insgesamt sind die Einnahmen in der langen Frist (10 Jahre) gesunken. Seit 2018 begannen die Einnahmen zwar wieder anzusteigen, aber im Pandemiejahr 2020 fielen sie wieder um mehr als 20%. Die Pandemie hat zu weniger Auslandreisen und deshalb zu sinkendem Roamingverbrauch geführt. Ausschliesslich der Datenverbrauch ist gestiegen, aber dieser vermochte die Umsatzeinbussen nicht zu kompensieren.

Wie einleitend erwähnt sind hier die Umsätze durch Roaming-Inklusiv-Produkte nicht mitgerechnet. Sie machen – den Volumina (Summer aller Roaming-Daten/Anrufe/SMS) nach beurteilt – jedoch den grösseren Teil aus (84%) und das seit 2015. Die langfristige Tendenz der sinkenden Einnahmen zeigt deshalb nur einen  Teilaspekt in der Entwicklung des Roamingmarktes für die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten .

 

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Letzte Änderung 03.08.2021

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