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Veröffentlicht am 25. Februar 2026

Mobilfunk-Repeater: ein unsichtbares Risiko, wenn Privatpersonen sich als Netzbetreiber versuchen

Die Entwicklung der mobilen Kommunikation hat unseren Alltag grundlegend verändert und basiert auf einer komplexen technischen Infrastruktur aus miteinander vernetzten Antennen und Basisstationen. Bei unzureichendem Empfang innerhalb bestimmter Gebäude ziehen Privatpersonen mitunter die Installation von Mobilfunk-Repeatern – auch GSM-Verstärker oder «Repeater» genannt – in Betracht oder nehmen diese vor. Auch wenn diese Lösung als einfacher Weg zur Verbesserung der Signalqualität erscheinen mag, wirft die Installation und der Betrieb eines solchen Geräts durch Privatpersonen erhebliche technische und rechtliche Fragen auf.

Darf ich einen Repeater selbst in Betrieb nehmen und betreiben?

Nein. Die Inbetriebnahme und der Betrieb eines Repeaters dürfen ausschliesslich durch einen Mobilfunkbetreiber oder ein von diesem beauftragtes Unternehmen erfolgen.

Stellt das BAKOM ein solches Gerät fest, insbesondere infolge einer Störungsmeldung, wird es zunächst sichergestellt. In der Regel erfolgt anschliessend die Einziehung des Geräts. Der Betreiber muss nicht nur mit einer Geldstrafe rechnen, sondern auch mit der Übernahme der Kosten für die Lokalisierung der Störung.

Personen, die bereits ein konformes Gerät mit einer gültigen Bewilligung der betreffenden Mobilfunkbetreiber betreiben, dürfen dieses weiterhin nutzen, sofern die von den Betreibern festgelegten Bedingungen unverändert bleiben.

Wie kann ich meinen Empfang verbessern?

1. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Mobilfunkanbieterin nach einem Repeater

Wenn Sie keinen oder schlechten Mobilfunkempfang haben, wenden Sie sich an Ihre Mobilfunkanbieterin. Diese kann Sie beraten und, sofern möglich, eine Lösung vorschlagen. Bedenken Sie, dass für solche Lösungen Kosten für Planung, Installation, Geräte oder Betrieb anfallen können.

Kontaktadressen der Anbieterinnen:

Wenn Sie nicht wissen, welches Netz ihr Mobilfunkendgerät verwendet, wenden Sie sich zuerst an ihren Anbieter, um dies abzuklären.

2. Nutzen Sie WiFi Calling

In vielen Fällen kann der Mobilfunkempfang innerhalb von Gebäuden ohne Repeater durch die Nutzung von WiFi Calling verbessert werden. Dabei handelt es sich um einen Dienst des Mobilfunkbetreibers, der es ermöglicht, Anrufe zu tätigen und SMS über ein WiFi-Netzwerk zu versenden.

Voraussetzungen für die Nutzung von WiFi Calling:

  • ein Internetzugang über ein WiFi-Netz oder einen Festnetzanschluss mit WiFi-Schnittstelle
  • ein mobiles Gerät, das WiFi Calling unterstützt
  • ein geeigneter Mobilfunkvertrag

Zur Abklärung, ob WiFi Calling verfügbar ist, ist der Mobilfunkbetreiber direkt zu kontaktieren.

Verstehen, was ein Repeater ist

Ein Repeater empfängt das Signal einer bestehenden Zelle, verstärkt es und sendet es dann in einem bestimmten Bereich erneut aus, um die Netzabdeckung zu verbessern.

  • Bestimungsgemässe Verwendung

Wenn er von einem Betreiber oder einem vom Betreiber beauftragten Dienstleister installiert wird, wird er so kalibriert, dass Störungen vermieden werden und die Emissionsnormen eingehalten werden.

  • Nicht bestimmungsgemäße Verwendung

Wenn eine Privatperson ein nicht bestimmungsgemässes oder falsch eingestelltes Gerät installiert und betreibt, können folgende Risiken auftreten.

  • Netzwerkstörungen

Ein falsch konfiguriertes Gerät kann die Frequenz überlasten, die Gesprächsqualität beeinträchtigen und sogar den Dienst für Nachbarn unterbrechen.

  • Netzwerk-Ausfall

Im Gegensatz zu den von Betreibern installierten und betriebenen Geräten kann ein privates Gerät mit einer übermässigen Leistung senden, die die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet.

  • Rückkopplungsschleifen (Oszillation)

Wenn die Aussenantenne und die Innenantenne zu nahe beieinander liegen, verstärkt sich das Signal selbst und erzeugt Funkstörungen, die das gesamte umliegende Netzwerk beeinträchtigen.

Kontakt RA-MC