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Veröffentlicht am 8. Dezember 2025

Fernsehen: Nutzung

Die Nutzung von Medien nimmt im Alltag der Schweizer Bevölkerung eine wichtige Rolle ein. Wie hat sich die Fernsehnutzung entwickelt – und welche Unterschiede zeigen sich z. B. zwischen verschiedenen Altersgruppen?

Nutzungsdauer

Im Jahr 2024 hat die Schweizer Bevölkerung durchschnittlich etwas weniger als 2 Stunden (108 Minuten) pro Tag Fernsehen geschaut. Die meiste Zeit sind ausländische Fernsehprogramme eingeschaltet (66 Minuten), gefolgt von den Programmen der SRG (33 Minuten). Meldepflichtige Programme (8 Minuten) sowie konzessionierte Regionalfernsehen (1 Minute) werden am wenigsten geschaut.

Der Trend der sinkenden Fernsehnutzung setzt sich fort: Verglichen mit 2018, als die Fernsehnutzung noch bei über 2 Stunden (123 Minuten) lag, schauen Personen nun eine Viertelstunde (15 Minuten) weniger lang fern. Dies geht vor allem auf Kosten der ausländischen Fernsehprogramme (2018: 77 Min.) und der SRG (38 Min.), die verglichen zu 2018 je 9 Minuten respektive 6 Minuten täglich weniger lang eingeschaltet worden sind.

Reichweite

2024 erreichte das Fernsehen insgesamt 62 von 100 Personen, 3 Prozentpunkte weniger als noch 2018 (65%). Nach einem Tiefstwert 2022 (58%) stieg die Reichweite wieder leicht an (2024: 62%).

Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Reichweite des Fernsehens zu: Die 60-jährigen und älteren Personen schauen am meisten fern (83%), am wenigsten tun dies die 15- bis 24-Jährigen (24%). Jüngere Altersgruppen zeigten bis 2022 rückläufige Nutzung, seither ist sie wieder leicht gestiegen oder stabil geblieben. Bei den über 45-Jährigen hat sich die Reichweite nach leichten Rückgängen wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie eingependelt.

Marktanteile

2024 wurden am meisten ausländische Privatsender (in der Grafik: ‹Andere Ausland›) geschaut (39%), gefolgt von den Programmen der SRG (30%) und ausländischen öffentlich-rechtlichen Sendern (22%). Schweizer meldepflichtige (7%) und konzessionierte Sender (1%) spielten nur eine geringe Rolle. Gegenüber 2018 haben sich die Marktanteile kaum verändert.

Im Altersvergleich

In allen Altersgruppen (Tab 1) machen die SRG-Fernsehprogramme mindestens ein Viertel der Nutzungsdauer aus und dieser Anteil nimmt tendenziell mit höherem Alter zu. Am längsten schauten die über 60-Jährigen (2024: 33%), gefolgt von den 15- bis 24-Jährigen (30%). Am wenigsten lang schalteten 3 bis 14-Jährige und 25- bis 34-Jährige die SRG-Fernsehprogramme ein (jeweils 25%). Diese jüngeren Altersgruppen schauten besonders intensiv ausländische Privatsender: Bei den 25- bis 34-Jährigen entfiel mehr als die Hälfte der Fernsehnutzungsdauer darauf (52%).

Im Sprachregionenvergleich

In allen Sprachregionen (Tab 2) entfällt mehr als die Hälfte der Fernsehnutzung auf ausländische Programme. Inländische Angebote (SRG, konzessionierte und meldepflichtige Sender) machten in der Deutschschweiz 42% der Nutzung aus, gefolgt von der italienischen Schweiz (33%) und der Romandie (32%). Während die Deutschschweiz am meisten öffentlich-rechtliche Auslandssender geschaut hat (24%), dominierten in der Romandie (50%) und der italienischen Schweiz (46%) die ausländischen Privatsender.

Die SRG machte in allen Regionen etwa ein Drittel der Fernsehnutzung aus, am meisten in der Deutschschweiz (31%). Meldepflichtige Programme hatten hier ebenfalls den höchsten Anteil (10%), während sie in der Romandie (3%) und italienischen Schweiz (2%) kaum eine Rolle spielten. Die Nutzung von meldepflichtigen Programmen hat seit 2022 in allen Sprachregionen um 1 bis 2 Prozentpunkte zugenommen. Die konzessionierten Programme wurden in der italienischen Schweiz leicht mehr genutzt (2%) verglichen mit den beiden anderen Sprachregionen (je 1%).

SRG Fernsehen: Reichweite

2024 nutzten gesamtschweizerisch 41 von 100 Personen die Fernsehangebote der SRG – ein leichter Anstieg gegenüber 2023, nach zuvor fast kontinuierlichem Rückgang seit 2015. Die italienischsprachigen Programme (RSI LA 1 & RSI LA 2) verzeichnen höhere Reichweiten als die entsprechenden Äquivalente in den anderen Sprachregionen. Verglichen zu allen Sendern, erreicht RSI LA 1 die höchste Reichweite (39%).

Nach einem Höhepunkt oder zumindest Verminderung des Rückgangs im Jahr 2020 sinken die Reichweiten der ersten Programme (SRF 1, RTS 1, RSI LA 1) kontinuierlich bis 2023; ein Jahr später sind sie entweder stabil geblieben oder leicht gestiegen. 2024 konnten in ähnlicher Weise alle zweiten Programme (SRF zwei, RTS 2, RSI LA 2) verglichen zu 2023 wieder an Reichweite zulegen. Auch SRF info erreichte 2024 leicht höhere Reichweiten (2024: 12%; 2023: 10%).

Konzessioniertes Regionalfernsehen: Reichweite

Seit 2022 erreicht ein konzessioniertes Regionalfernsehen durchschnittlich 6 von 100 Personen in jeweiligen Konzessionsgebiet, was knapp 1 Prozentpunkt weniger ist als noch 2018 (Durchschnitt: 7%).

Die Reichweiten der meisten Regionalfernsehsender sind seit 2018 relativ stabil geblieben. Wenn die Reichweite zwischen 2018 und 2024 zurückging, dann meist um 1 Prozentpunkt. Tele1, TVO, und Tele Top konnten in demselben Zeitraum ihre Reichweite um 1 Prozentpunkt ausbauen.