Bekämpfung der Internetkriminalität

Unter gewissen Bedingungen ist die Registerbetreiberin der Domain ".ch" verpflichtet, einen Domainnamen zu blockieren, der vermutlich dem "Phishing" oder der Verbreitung von schädlicher Software dient.

Mit Änderung der Verordnung über die Adressierungselemente im Fernmeldebereich (AEFV; SR 784.104) vom 4. November 2009, die später in der Verordnung über die Internet-Domains (VID; SR 784.104.2) übernommen wurde, führte der Bundesrat Massnahmen zur Bekämpfung der Internetkriminalität ein, die am 1. Januar 2010 in Kraft traten. Die Registerbetreiberin der Domain ".ch" - d.h. die Stiftung SWITCH – muss namentlich, auf Antrag einer vom BAKOM anerkannten Stelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, die der Domain ".ch" untergeordneten Domainnamen blockieren, bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie genutzt werden, um mit unrechtmässigen Methoden an schützenswerte Daten von Dritten zu gelangen ("Phishing") oder um schädliche Software ("Malware") zu verbreiten (Art. 15 VID).

Gemäss Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe b VID ist es Sache des BAKOM, die Stellen anzuerkennen, die bei SWITCH die Blockierung von Domainnamen beantragen können. Die Anerkennung einer Stelle erfolgt nicht automatisch, sondern setzt voraus, dass die Stelle ein schriftliches und begründetes Gesuch um Anerkennung beim BAKOM einreicht (vgl. Kap. 6 der technischen und administrativen Vorschriften betreffend die Zuteilung und Verwaltung der Domain-Namen der zweiten Ebene, die der Internet-Domain ".ch" untergeordnet sind; SR 784.101.113/2.13).

Letzte Änderung 20.02.2015

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