Swiss Internet Governance Forum

Offene Debatten zu Internet

Am 21. Juni 2021 fand die sechste Ausgabe des Swiss Internet Governance Forum (Swiss IGF) statt. Auch in virtueller Form bot das Swiss IGF Gelegenheit, brennende Fragen zu Internet und Digitalisierung mit allen interessierten Akteuren in der Schweiz zu diskutieren. Im Zentrum der Debatten standen der digitale Staat, die Rolle der Digitalisierung bei der Bewältigung der Corona-Krise, digitale Inklusion, Cyberangriffe sowie die Medien im Internetzeitalter.

Mit über 300 registrierten Vertreterinnen und Vertretern aller Anspruchsgruppen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft war das Swiss IGF auch in diesem Jahr ein Erfolg. Aufgrund der Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus fand das Swiss IGF nach 2020 erneut vollständig virtuell statt. Die Interaktivität und Mehrsprachigkeit wurden auch in virtueller Form sichergestellt.

Eröffnet wurde das Swiss IGF von Bernard Maissen, Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM). In seiner Rede betonte Maissen, dass die Digitalisierung vieles einfacher mache, jedoch auch einige handfeste Herausforderungen mit sich bringe, insbesondere auch im Kommunikations- und Medienbereich. "Wir müssen die Digitalisierung besser verstehen, um die Vorteile zu nutzen und die Risiken abzufedern. Das Swiss IGF bietet eine einzigartige Plattform, um Internet- und Digitalisierungsfragen in einem offenen, partizipativen und interaktiven Format zu diskutieren."

Danach tauschten sich die Teilnehmenden in fünf Sessions aus zu den Themen digitaler Staat, der Rolle der Digitalisierung bei der Bewältigung der Corona-Krise, digitale Inklusion, Cyberangriffe sowie Medien im Internetzeitalter. Die Inhalte der Sessions wurden vorab über einen öffentlichen Themenaufruf bestimmt, an dem sich alle Interessierten beteiligen konnten. Organisiert  und moderiert wurden die Sessions von Freiwilligen aus allen Anspruchsgruppen.

"Messages von Bern"

Am Ende der Veranstaltung wurden die "Messages von Bern" verabschiedet, in denen die Hauptpunkte der fünf Sessions des Swiss IGF 2021 kurz und prägnant zusammengefasst sind. Im Zusammenhang mit digitaler Inklusion halten die Messages beispielsweise fest, dass bei der Gestaltung der digitalen Gouvernanz niemand ausgeschlossen oder zurückgelassen werden darf. Es gilt, nicht nur die verschiedenen Anspruchsgruppen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft einzubinden, sondern auch unterschiedliche Generationen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen und aus verschiedenen Sprachenregionen anzuhören und einzubeziehen.

Die Messages von Bern werden nun dem globalen UN Internet Governance Forum (IGF) und dem European Dialogue on Internet Governance (EuroDIG) vorgelegt, um in die Diskussionen in diesen Foren einzufliessen. Die Messages sind auf www.igf.swiss publiziert.

Der nationale Ableger eines weltweiten Prozesses 

Das Swiss IGF ist der nationale Ableger des UN IGF, des weltweiten Prozesses, der 2005 zur Diskussion der Spielregeln im Internet ("Internet Governance") geschaffen wurde. Seither haben sich spontan zahlreiche regionale und nationale Foren gebildet. Das nächste UN IGF wird vom 6. bis 10. Dezember 2021 voraussichtlich in Kattowitz, Polen, stattfinden.

Das Swiss IGF besteht seit 2015 und wird grundsätzlich jährlich durchgeführt. Es wird von einer Steuerungsgruppe – bestehend aus rund einem Dutzend Freiwilligen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft – geführt und steht unter dem Patronat des BAKOM.

 

Letzte Änderung 01.10.2021

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