Reagieren bei unerwünschter oder missbräuchlicher Preselection

Sie können jederzeit den Preselection-Stand Ihres Anschlusses überprüfen, indem Sie die Gratisnummer 0868 868 868 wählen.

Widerrufsrecht

Haben Sie den betreffenden Preselection-Vertrag am Telefon abgeschlossen und betragen die gesamten Leistungen während der Mindestvertragsdauer mehr als 100 Franken, so können Sie ihn gegenüber dem Anbieter innerhalb von 14 Tagen formfrei widerrufen. Es sei denn, Sie haben die Vertragsverhandlungen ausdrücklich gewünscht. Da Sie im Streitfall nachweisen müssen, dass Sie den Vertrag fristgerecht widerrufen haben, empfehlen wir einen schriftlichen Widerruf per Einschreiben. Die Widerrufsfrist von 14 Tagen läuft, sobald der Vertrag abgeschlossen wurde und Sie vom Anbieter schriftlich oder in einer anderen Form, die den Nachweis durch Text ermöglicht, über Form und Frist des Widerrufs informiert worden sind.

Stellen Sie gleichzeitig einen Preselection-Antrag bei Ihrem bisherigen oder einem anderen Anbieter Ihrer Wahl, um allfällige Unterbrüche des Telefondienstes zu verhindern. Wenden Sie sich bei Streitigkeiten bezüglich des Vertragswiderrufs an die Stiftung ombudscom, die Schlichtungsstelle für Telekommunikation oder an die zuständigen Gerichtsbehörden (Schlichtungsbehörde oder zuständiges Zivilgericht).

Missbräuchliche Preselection

Sind sie unsicher, ob Sie einen Preselection-Vertrag abgeschlossen haben oder ist die erwähnte Widerrufsfrist abgelaufen, empfehlen wir folgendes Vorgehen:

  • Überprüfen Sie, ob Sie einen Vertrag abgeschlossen haben, ohne es realisiert zu haben, und ob dieser Vertrag Sie für eine bestimmte Zeit an den neuen Anbieter bindet.
  • Verlangen Sie schriftlich vom unerwünschten Fernmeldedienstanbieter, Ihnen innerhalb von 10 Arbeitstagen einen Nachweis für Ihren Preselection-Antrag zu schicken (Kopie des schriftlichen Vertrags, Aufzeichnung des Preselection-Antrags und des Gesprächs im Falle von telefonischer Kundenwerbung).
  • Ist der Anbieter nicht in der Lage, Ihnen diesen Nachweis innerhalb von 10 Arbeitstagen vorzulegen, muss er alle nötigen Schritte unternehmen, um den ursprünglichen Preselection-Zustand Ihres Anschlusses wiederherzustellen. Wenn er sich weigert, können Sie dies schriftlich dem BAKOM melden, damit es die Möglichkeit prüfen kann, rechtliche Aufsichtsmassnahmen gegen den Anbieter zu ergreifen.
  • Ist Erachten Sie den vorgelegten Nachweis als gültig, können Sie den Vertrag kündigen, sinnvollerweise schriftlich per Einschreiben. Sie müssen aber dabei die massgebliche Kündigungsfrist einhalten. Sie können den Vertrag allenfalls auch wegen Irrtums oder absichtlicher Täuschung als unverbindlich anfechten. Vergessen Sie nicht, einen neuen Preselection-Antrag beim Anbieter Ihrer Wahl einzureichen, selbst wenn es die Swisscom ist. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie nach Ablauf des gekündigten/Anfechtung des Preselection-Vertrags keinen Telefonanschluss mehr haben.
  • Wenn Ihnen der vorgelegte Nachweis ungültig scheint, können Sie sich an die Stiftung ombudscom, die Schlichtungsstelle für Telekommunikation, wenden. Diese kann Ihnen helfen, die Streitigkeit mit dem Anbieter aussergerichtlich zu regeln.
  • Sie können sich auch an die zuständigen zivil- oder strafrechtlichen Instanzen und Gerichte an Ihrem Wohnort oder auch am Sitz des Anbieters wenden. Das Gleiche gilt bei allfälligen Verstössen gegen die gesetzlichen Bestimmungen gegen den unlauteren Wettbewerb (missbräuchliches Marketing, irreführende Werbung usw.). Lassen Sie sich rechtlich beraten.

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Letzte Änderung 25.02.2016

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https://www.bakom.admin.ch/content/bakom/de/home/telekommunikation/nuetzliche-infos/preselection-und-wechsel-zu-einem-anderen-anbieter/reagieren-bei-missbraeuchlicher-preselection.html