Mobile Kommunikation: Auf dem Weg zu 5G

Jedes Jahr verdoppelt sich die Datenmenge, die wir über das Mobilfunknetz übertragen. Mit der Einführung der dritten Mobilfunkgeneration (3G, UMTS) Mitte der 2000er-Jahre und der vierten Generation (4G, LTE) ab 2012 konnte der Bedarf bisher abgedeckt werden. Nun stossen diese Technologien jedoch an ihre Grenzen. Die Einführung von 5G wird für eine deutliche Erhöhung der Datenübertragungskapazitäten sorgen.

5G-Netze stellen im Bereich der mobilen Kommunikation eine Revolution dar, da sie die Tür zu neuen Anwendungsbereichen öffnen, insbesondere im Bereich des Internets der Dinge (IoT), der Kommunikation zwischen Maschinen (M2M), der Ultra-Breitband-Anwendungen, der selbstfahrenden Autos usw.

Im Vergleich zu den heutigen 3G- und 4G-Mobilfunkstandards bietet 5G vor allem bei der Entwicklung neuer Technologien entscheidende Vorteile.

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Die drei Einsatzbereiche von 5G

Die Vorteile von 5G:

  • Die Reaktionszeit (Latenz) von weniger als einer Millisekunde ist 30- bis 50-mal kürzer als bei 4G.
  • Die Datenübertragungsrate von 10 Gbit/s ist 100-mal höher als bei 4G.
  • Es können 100-mal mehr Endgeräte gleichzeitig angeschlossen werden, wodurch die Zahl der vernetzten Gegenstände pro km2 auf eine Million steigt.
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Entwicklung der Anwendungen von 4G bis 5G

Die Phasen der 5G-Einführung:

  • November 2017: Der Bundesrat reserviert die Frequenzbänder (700 MHz und 3,5 GHz) für den Mobilfunk.
  • Dezember 2017: Eine erste Version der Standards für 5G ist verfügbar.
  • Im Laufe des Jahres 2018: Die ersten Ausrüstungen für 5G stehen zur Verfügung.
  • Ende 2018 / Anfang 2019: Die Kommunikationskommission ComCom vergibt die neuen Frequenzen an die Mobilfunkbetreiberinnen, wobei das 3,5-GHz-Band als Ausgangsband für die 5G-Implementierung dient.
  • Im Jahr 2020: 5G startet in der Schweiz richtig durch.

Letzte Änderung 22.05.2018

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