Veröffentlicht am 8. Dezember 2025
Datenquellen
Unterhalb finden Sie eine Übersicht der Daten und Studien, die zur Erarbeitung dieses Medien-Strukturberichts beigezogen wurden.
Im Rahmen der Stiftung Werbestatistik gibt es keine Daten, welche die Entwicklung der Werbeeinnahmen desaggregiert auf der Ebene der abgabefinanzierten Lokalradios und Regionalfernsehen aufzeigen. Deshalb wurden für den vorliegenden Bericht die Jahresrechnungen der konzessionierten Lokalradios und Regionalfernsehens, die dem BAKOM vorliegen, systematisch aufbereitet und ausgewertet.
Um die Entwicklung der Umsätze und die Rolle der Werbeeinnahmen für Schweizer Printmedien einzuschätzen, führte die Sektion Grundlagen Medien des BAKOM eine eigene Recherche durch. Ziel war es, eine Annäherung des Verkaufserlöses der Tagespresse und Sonntagszeitungen zu berechnen. Der Verkaufserlös eines Printtitels wurde definiert als das Produkt des Einzelverkaufspreis der ersten regulären Ausgabe in einem Jahr, der Erscheinungsweise des Titels (Tageszeitungen: 303, Sonntagszeitungen: 52) und der Auflagenhöhe. Abonnementpreise wurden nicht berücksichtigt, um den Aufwand der Datenerhebung in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Daher wird das Produkt aus Einzelverkaufspreis, Erscheinungsweise und Auflagezahl um einen Korrekturfaktor 2.5 angepasst, um eine Überschätzung des Verkaufserlös zu vermeiden.
Der Verband Schweizer Medien VSM bestätigt, dass es in der Proportionalität von Abo- und Kiosk- bzw. Einzelpreisen Schwankungen gibt. Der gewählte Korrekturfaktor von 2.5 scheint allerdings die realistischste Annäherung darzustellen und bildet unter den gegebenen Einschränkungen eine legitime Schätzung ab.
Die Einzelverkaufspreise wurden mittels Desk Research, und Dokumentenanalyse in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbibliothek erhoben. Die untersuchten Printmedien umfassen alle Angebote, deren Auflagezahlen von der WEMF AG für Werbemedienforschung beglaubigt werden und zur verkauften Tagespresse oder verkauften Sonntagszeitung gehören. Erhoben worden sind die Preise für jeweils die erste Ausgabe eines Schweizer Printtitels in den Jahren 2015 bis 2024. Anschliessend wurden die Preise für die jeweiligen Printtypen aggregiert und u.a. mit den Auflagezahlen aus dem offiziellen Auflagebulletin der WEMF verrechnet. Für die Werbeeinnahmen wurden die Zahlen der Stiftung Werbestatistik Schweiz verwendet.
Die Programmanalysen sind regelmässige, unabhängige quantitative Inhaltsanalysen der Radio- und Fernsehprogramme der SRG und der konzessionierten Lokalradio- und Regionalfernsehprogramme. Sie werden im Auftrag vom BAKOM von verschiedenen Forschungsinstituten durchgeführt und dienen der Überprüfung, ob die Veranstalter ihre Leistungsaufträge erfüllen.
Die SRG-Radioprogramme werden jährlich untersucht, jeweils für eine Sprachregion, und berücksichtigen alle Vollprogramme zwischen 5 Uhr und 24 Uhr. Bei der Stichprobe handelt es sich um eine künstliche Woche, bestehend aus sieben zufällig gewählten, über das Jahr verteilte Wochentage. Aktuelle Auftragnehmerin ist die YouGov Schweiz AG.
Die SRG-Fernsehprogramme werden alle zwei Jahre analysiert. Die Stichprobe umfasst jeweils zwei natürliche Wochen im Frühling und Herbst des Erhebungsjahres. Aktuelle Auftragnehmerin ist die h1 medienanalyse GmbH im Auftrag der GöfaK Medienforschung GmbH.
Die konzessionierten Lokalradio- und Regionalfernsehprogramme sowie die SRG-Onlineangebote werden ebenfalls alle zwei Jahre untersucht. Bei den Lokalradios wird eine künstliche Woche zu den Hauptsendezeiten ausgewertet, bei den Regionalfernsehsendern zwei künstliche Wochen pro Jahr. Bei den SRG-Onlineangeboten handelt es sich um Vollerhebungen sämtlicher publizierter redaktioneller Beiträge. Aktuelle Auftragnehmerin für diese Studien ist die Publicom AG.
Die Radio-TV (RTV) Datenbank des BAKOM umfasst die Angaben, die die meldepflichtigen Radio- und Fernsehveranstalter gegenüber dem BAKOM machen müssen gemäss ihrer Meldepflicht (Selbstdeklaration). Die Selbstauskünfte aus ihren Meldeformularen wurden für den vorliegenden Bericht systematisch aufbereitet und ausgewertet.
Die Strukturen von Schweizer Online-Medien wurden im Auftrag des BAKOM vom Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) analysiert. Ziel war es, eine systematische Sammlung aller Schweizer Online-Medien zu erstellen sowie diese Angebote anhand verschiedener Merkmale zu beschreiben. Ein Online-Medienangebot gilt als solches, sofern es ein journalistisches General-Interest Angebot auf mindestens einem Online-Verbreitungskanal führt und diesen eigenständig bewirtschaftet. Es muss sich an ein Schweizer Publikum richten und den Sitz in der Schweiz haben.
Die Grundgesamtheit der Online-Medien aus der Pilotstudie 2023 wurde durch Desk Research überprüft und ergänzt. Diese Recherche wurde im Zeitraum vom November 2024 bis Februar 2025 durchgeführt. Auch wenn die Erhebung bis ins Jahr 2025 reicht, wird davon ausgegangen, dass die erhobenen Daten den Bestand von Ende 2024 adäquat abbilden.
Die Daten spezifisch zur Nutzung von Onlinemedien wurden über das fög bezogen, aber erhoben durch Similarweb. Die Daten von Similarweb umfassen Nutzungsdaten zur Desktop- und Mobilnutzung von Websites für spezifische Zeiträume, die i.d.R. für alle Angebote in der Grundgesamtheit vorhanden sind.
Die Erhebung der Printinhalte wurde im Auftrag des BAKOM vom Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) erhoben. Ziel war es, einen Überblick über die Themen und den Umfang der Berichterstattung verschiedener Printtypen für die Jahre 2015 bis 2024 zu geben. Die Studie stützt sich auf Daten des vom fög veröffentlichen «Jahrbuchs Qualität der Medien». Dabei handelt es sich um manuelle Inhaltsanalysen, wovon eine repräsentative Auswahl der Gesamtberichterstattung von 21 Printmedien der drei Medientypen analysiert wurde. Für diese Printmedien wurden jeweils alle Beiträge einer künstlichen Woche, bzw. an vier zufällig ausgewählten Tagen pro Jahr für Sonntagszeitungen und Wochenzeitungen aus den Jahren 2015 bis 2024 erfasst und manuell codiert. Die Daten wurden aggregiert auf drei Medientypen: Abonnements-, Boulevard- & Pendlerzeitungen, sowie Sonntags- und Wochenzeitungen.
Die Anzahl der Printangebote sowie deren Besitz- und Beteiligungsstrukturen wurde im Auftrag des BAKOM von der Fachhochschule Graubünden und der Freien Universität Berlin erhoben. Ziel war es, die Anzahl und die Eigentümer/-innen der journalistischen Printangebote zu erheben, die gesamtgesellschaftliche Themen behandeln, d.h. mindestens Politik in Kombination mit einem weiteren Thema (Wirtschaft, Kultur, Sport oder Human Interest), für die Jahre 2015, 2020, 2022 und 2024. Dafür wurden Sekundärdatenanalysen verschiedener Datenquellen durchgeführt in Kombination mit Desk Research.
Die Mediapulse AG für Medienforschung erhebt Daten zur Nutzung von Radio, Fernsehen und Online-Medien in der Schweiz. Je nach Medium kommen unterschiedliche Messsysteme zum Einsatz.
Zur Erfassung der Radionutzung von allen inländischen sowie einigen ausländischen Radiosendern tragen täglich mindestens 1'500 Personen eine Armbanduhr, welche Audio-Signale erkennt und so misst, ob und wie lange Radio gehört wurde. Die Stichprobe ist repräsentativ für die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren.
Für die Fernsehnutzung wird ein hybrides Messsystem in knapp 2’000 Haushalten verwendet, um sowohl die Live- als auch die zeitverzogene Fernsehnutzung zu messen. Diese Daten sind repräsentativ für die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ab 3 Jahren in Privathaushalten mit einem betriebsfähigen Fernseher.
Die Nutzung Schweizer Onlinemedienangebote wird ebenfalls hybrid gemessen: Einerseits mithilfe einer Software, die die Zugriffe auf Online-Medienangebote misst, andererseits über ein Panel von rund 5'000 Personen in 2'000 Haushalten, über das die gemessenen Nutzungsdaten den einzelnen Geräten, bzw. den Personen zugeordnet werden. Anschliessend werden die Daten aggregiert. Sie sind repräsentativ für die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ab 3 Jahren.
Der Medienmonitor erhebt jährlich im Auftrag des BAKOM die Bedeutung von Medienangeboten, Medienkonzernen und Mediengattungen für die Meinungsbildung in der Schweiz. Er misst die Meinungsmacht von Medienangeboten anhand der Markenleistung und der Marktmacht. Die Markenleistung wird mittels einer standardisierten Befragung erhoben und gibt an, wie glaubwürdig, kompetent, sympathisch und relevant das Publikum ein Medienangebot einschätzt. Die Marktmacht bemisst sich anhand der Nutzung der einzelnen Angebote und basiert mehrheitlich auf Sekundäranalysen der offiziellen Nutzungsdaten der Branche (WEMF, Mediapulse sowie eigenen Erhebungen für die sozialen Medien). Zudem fliesst in den Index der Meinungsmacht mit ein, wie wichtig ein Medienangebot aus Sicht des Publikums für seine Informationsgewinnung ist.
In der MACH Basic Studie veröffentlicht die WEMF AG für Werbemedienforschung halbjährlich Kennzahlen zur Reichweite und Nutzung von rund 250 Printtiteln in der Schweiz und Liechtenstein. Die Studie basiert auf einer Befragung einer repräsentativen Stichprobe der Wohnbevölkerung der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein ab 14 Jahren in Privathaushalten (ca. 15'000 Personen pro Jahr), die telefonisch oder online über ihr Nutzungsverhalten befragt werden. Der Befragungszeitraum ist kontinuierlich, von April bis März des Folgejahres. Für den Medien-Strukturbericht wurden nur Schweizer Printmedien berücksichtigt. Ebenfalls ist die Grundgesamtheit eingegrenzt worden auf die Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren.
Im Auftrag der Stiftung Werbestatistik Schweiz misst die WEMF AG für Werbemedienforschung jährlich die Werbeumsätze aller Werbeträger in der Schweiz. Mithilfe einer Online-Befragung bei Medienunternehmen werden die Nettowerbeumsätze erfasst, d. h. der Bruttoumsatz nach Abzug von Rabatten und sonstigen Vergünstigungen.