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Veröffentlicht am 8. Dezember 2025

Printmedien: Angebote und Organisationen

Für die demokratische Meinungsbildung braucht es eine Vielfalt an verfügbaren Informationen. Es ist daher wichtig zu wissen, wie viele Printmedienangebote existieren (Angebotsvielfalt), wem diese gehören (Anbieter/-innenvielfalt), und wie sich beide Aspekte entwickelt haben.

Angebote

Insgesamt gab es in der Schweiz im Jahr 2024 257 journalistische Printmedien (Kriterien: Minimum an journalistischen Artikeln; behandelte Themen: Politik plus ein weiteres Thema wie z. B. Wirtschaft; Kultur oder Sport; Erscheinungsweise: mindestens einmal pro Woche). Der grösste Teil davon sind Wochenzeitungen (158; 61%), dazu kommen 91 Tageszeitungen (35%) sowie 8 Sonntagszeitungen (3%).

In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der Printmedien kontinuierlich zurückgegangen: von 314 Titeln im Jahr 2015, auf 274 im Jahr 2020, 264 im Jahr 2022 und schliesslich 257 Titel im Jahr 2024. Bei den Sonntagszeitungen fand der deutlichste Rückgang bis ins Jahr 2020 statt, seither ist die Anzahl dieser Titel stabil. Auch die Anzahl Tageszeitungen hat sich seit dem Jahr 2020 nur noch geringfügig nach unten entwickelt. Ein ähnliches Muster zeigt sich bei den Wochenzeitungen, wo die deutlichste Abnahme des Angebots, ausgedrückt durch die Anzahl publizierter Titel, zwischen 2015 und 2020 stattfand.

Eigentumsverhältnisse

Die 257 Printmedien waren im Besitz von 120 Herausgeber/-innen, was einer durchschnittlichen Anzahl von 2.1 Titeln pro Herausgeber/-in entsprach. Gegenüber 2015 hat sich dieses Verhältnis kaum verändert. Zu dieser Zeit befanden sich die 314 Printmedien in den Händen von 148 Herausgeber/-innen. Zu beiden Zeitpunkten besass ein/-e Herausgeber/-in durchschnittlich 2.1 Titel.

Die hier gezeigte Angebotsvielfalt – das heisst viele verschiedene Medienangebote – bedeutet dabei nicht zwangsläufig, dass sich die Nutzenden aus vielen unterschiedlichen Medienangeboten, die auch unterschiedliche Inhalte anbieten, informieren können – z. B. wenn ein Medienkonzern redaktionelle Inhalte über mehrere Angebote, auch aus unterschiedlichen Mediengattungen, ausspielen kann. Über die Anzahl an Angeboten und die Anbieter/-innenverteilung kann nicht auf die inhaltliche Vielfalt der Angebote geschlossen werden.