Umfang der Grundversorgung

Der Umfang der Grundversorgung wird vom Bundesrat periodisch überprüft. Die Grundversorgung umfasst den öffentlichen Telefondienst, einen Breitband-Internetanschluss und besondere Dienste für Behinderte.

Dienstleistungen

Telefonie und Internetzugang

Die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten einen multifunktionalen Anschluss, der Folgendes umfasst:

  • den öffentlichen Telefondienst (das Führen nationaler und internationaler Telefongespräche in Echtzeit, mit einer oder drei Telefonnummern)
  • einen Eintrag im Verzeichnis des öffentlichen Telefondienstes (Haushalte haben Anspruch auf zwei kostenlose Einträge)
  • einen Breitband-Internetzugang mit einer garantierten Übertragungsrate von 3000/300 kbit/s (in Ausnahmefällen kann diese Rate reduziert werden)

Es sei darauf hingewiesen, dass die Grundversorgungskonzessionärin nicht verpflichtet ist, einen Breitbandanschluss anzubieten, wenn ein vergleichbares Angebot einer anderen Anbieterin auf dem Markt vorhanden ist.

Dienste für Behinderte

Besondere Dienste für Personen mit einer Hör- oder Sehbehinderung oder mit eingeschränkter Mobilität sind ebenfalls im Rahmen der Grundversorgung vorgesehen: ein Transkriptionsdienst, ein SMS-Vermittlungsdienst, ein Vermittlungsdienst über Videotelefonie (neu) sowie ein Verzeichnis- und Vermittlungsdienst. Die Dienste der Grundversorgung müssen landesweit so angeboten werden, dass Menschen mit Behinderungen sie in qualitativer, quantitativer und wirtschaftlicher Hinsicht unter vergleichbaren Bedingungen wie Menschen ohne Behinderungen beanspruchen können.

Qualität

Die Grundversorgungskonzessionärin muss die Qualität ihrer Grundversorgungsdienste überwachen. Eine technische und administrative Vorschrift regelt die zu erreichenden Zielwerte (Jahresdurchschnittswerte) in Bezug auf die Qualität. Die verschiedenen Qualitätsmassnahmen werden in einem Jahresbericht an das BAKOM festgehalten.

Preisobergrenzen

Für einige Grundversorgungsdienste wurden Preisobergrenzen festgelegt. Ab dem 1. Januar 2018 gelten folgende Höchstbeträge (exkl. MwSt.): 

  • Anschlüsse: Aufschaltung eines Anschlusses: 40 Franken (einmalige Gebühr)
  • öffentlicher Telefondienst mit einer Telefonnummer und einem oder zwei Verzeichniseinträgen (inkl. Anschluss): 23.45 Franken pro Monat
  • öffentlicher Telefondienst mit drei Telefonnummern (inkl. Anschluss): 16.55 Franken pro Monat zusätzlich zum Betrag für den öffentlichen Telefondienst mit einer Telefonnummer (23.45 Franken pro Monat)
  • Breitband-Internetzugang (inkl. Anschluss): 45 Franken pro Monat
  • öffentlicher Telefondienst mit einer Telefonnummer und einem oder zwei Verzeichniseinträgen und Internetzugang (inkl. Anschluss): 55 Franken pro Monat
  • Verbindungen:
    7.5 Rappen pro Minute für nationale Verbindungen im Festnetz
    3.4 Rappen pro Minute für Transkriptionsdienste für Hörbehinderte
    Diese Verbindungen werden nach Anzahl Sekunden verrechnet und auf die nächsten 10 Rappen aufgerundet.

Technische und administrative Vorschriften (TAV)

Diese technischen und administrativen Vorschriften stützen sich auf Artikel 17 Absatz 1 des Fernmeldegesetzes (FMG) und Artikel 21 Absatz 2 der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV). Sie richten sich ausschliesslich an die Grundversorgungskonzessionärin im Fernmeldebereich und regeln die Qualität der angebotenen Dienste sowie das Format und die Ausführlichkeit des Qualitätsberichts.

Diese technischen und administrativen Vorschriften stützen sich auf Artikel 62 Absatz 2 FMG und Artikel 16 Absatz 5 FDV. Sie beschreiben die technischen und administrativen Spezifikationen, die die Grundversorgungskonzessionärin am Netzabschlusspunkt (NTP; Network Termination Point) einzuhalten hat.

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Letzte Änderung 01.01.2018

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