Sensibilisierungsvideos zum digitalen Alltag Schweizer Jugendlicher

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) und verschiedenen Bundesstellen hat das BAKOM seit letztem Oktober fünf Sensibilisierungsvideos publiziert, in denen Jugendliche zu ihrem digitalen Alltag befragt werden. Die Videos sind Teil einer Präventionskampagne für einen sicheren Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

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Caroline Guerry, Kommunikation

Im Gegensatz zu den bisher veröffentlichten Comics über Internet-Fallen drehen sich die neuen Videos der Präventionskampagne "Geschichten aus dem digitalen Alltag" nicht mehr um die Familie Webster, sondern zeigen den medialen Alltag Schweizer Jugendlicher. In fünf Videos beantworten elf Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren, darunter Lernende des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM), auf Deutsch und Französisch Fragen zu ihrer Handy- und Internetnutzung sowie zu Themen wie Fake News und soziale Medien.  

Mediamatik-Lernende des BAKOM haben die technische Produktion der Videos übernommen. Die Videos sind je etwa zwei Minuten lang und wurden ab Oktober 2020 auf dem YouTube-Kanal "Digital Dialog" publiziert. Geteilt wurden die Videos im Rahmen der Kampagne daraufhin zwischen November und Januar auch durch die SKP auf Twitter und Facebook.  

Fake News, Social Bubble und mehr

Die Videos gewähren auf spielerische Art Einblick in den digitalen Alltag junger Menschen. Pro Video werden den Jugendlichen Fragen zu einem Thema gestellt, beispielsweise wie viel Zeit sie selber und ihre Eltern pro Tag am Handy verbringen und ob sie das Gefühl haben, deswegen manchmal Dinge im echten Leben zu verpassen. So werden auch die Zuschauer dazu ermutigt, ihre eigene Handynutzung zu hinterfragen.

Gefahren im Internet sind ein weiteres Thema der Videos. Zum Beispiel werden die Jugendlichen gefragt, was Fake News sind und wie sie diese erkennen. Auch behandelt wird im Zusammenhang mit sozialen Medien, ob die Inhalte darin einen negativen Einfluss auf Nutzende haben können, ob Nutzende sich mit anderen Personen auf diesen Plattformen vergleichen und wo die Grenzen liegen, wenn über andere Personen gepostet wird.

Die Videos wollen Denkanstösse vermitteln, damit sich Zuschauer auch mit ihrer eigenen IKT-Nutzung näher auseinandersetzen. Auf diese Weise sensibilisieren die Videos alle für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Smartphone, Computer und Co. 

Durch Comics zu einer eigenverantwortlicheren Internetnutzung

Die Videos sind Teil einer behördenübergreifenden Präventionskampagne, für die das BAKOM schon zwei Comic-Reihen über die Familie Webster publizierte. Die erste Ausgabe von 2010 erschien 2015 als Neuauflage, und seit 2019 kamen weitere Geschichten hinzu. Beide Reihen sind im Internet veröffentlicht und können dort als PDF heruntergeladen oder für Schulungszwecke sowie den Privatgebrauch in gedruckter Form beim Bundesamt für Bauten und Logistik gratis bestellt werden. Zu den einzelnen Themen sind auf der Webseite zudem Erklärungen, Ratschläge und weiterführende Links zu finden. Die Comics werden auch auf Instagram gepostet, wo ebenfalls Tipps zu den verschiedenen Themen gegeben werden.  

Ziel der Kampagne "Geschichten aus dem digitalen Alltag" ist es, auf die Gefahren in Verbindung mit Kommunikationstechnologien aufmerksam zu machen und somit einen verantwortungsvollen Umgang mit Internet, Smartphone und Computer zu unterstützen. Zu diesem Zweck erscheinen die Comics als Druckbroschüre und in digitaler Form in allen vier Landessprachen sowie Englisch. Der Erfolg der Kampagne zeigt sich auch darin, dass die Comics sogar in andere Sprachen übersetzt und ausserhalb der Schweiz für Aufklärungskampagnen verwendet werden.

Die Geschichten können auch in andere Publikationen eingebaut werden. Für eine derartige Nutzung genügt eine informelle Anfrage an das BAKOM und die Angabe des Copyrights.

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Letzte Änderung 25.06.2021

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