Neue Karte der Abdeckung der Notrufzentralen

Jede Notrufzentrale – der Polizei, Feuerwehr, der Sanitätsdienste oder auch der Dargebotenen Hand – deckt ein bestimmtes geografisches Gebiet ab, das durch eine vom BAKOM zugeteilte Nummer gekennzeichnet ist. Diese Daten, die bisher in der Routing-Tabelle "Festnetz & Mobilfunk" zu finden waren, sind nun auch in Form von Karten des Bundesamts für Landestopografie swisstopo verfügbar. Dadurch wird der Zugang zu diesen Informationen einfacher und transparenter.    

Juan Macedo, Telecomdienste und Post

Wird ein Notruf abgesetzt, muss dieser an die Alarmzentrale geleitet werden, die das geografische Gebiet abdeckt, in dem sich die anrufende Person befindet. Dieses Gebiet ist durch drei Ziffern in der Routingnummer gekennzeichnet, die automatisch jedem Notruf mitgegeben wird. Es handelt sich also um Geodaten, die nicht nur in der Routing-Tabelle, die das Referenzdokument für alle Daten zur Leitweglenkung von Notrufen bleibt, sondern auch auf geografischen Karten dargestellt werden können. Mit den vom BAKOM erarbeiteten Grafiken können die Daten nun auf der Schweizer Karte sichtbar gemacht werden.

Die Routingnummer von Notrufen

Wer einen Notruf tätigen will, wählt auf seinem Telefon eine dreistellige Kurznummer: 112 für den europäischen Notruf, 117 für die Polizei, 118 für die Feuerwehr, 143 für die Dargebotene Hand, 144 für die Ambulanz und 147 für die Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche. Der Notruf muss, ob er nun über das Fest-, Mobil- oder Satellitennetz erfolgt, an die richtige Alarmzentrale am richtigen Ort geleitet werden. Dazu wird ihm automatisch eine neunstellige Routingnummer zugewiesen. Die ersten drei Ziffern zeigen an, dass es sich um einen Notruf handelt, die nächsten drei Ziffern sind die der gewählten Nummer und die letzten drei Ziffern bezeichnen das geografische Gebiet. So steht die Routingnummer 989 144 590 beispielsweise für einen Notruf (989) für die Sanitätsdienste (144) in einem Teil Graubündens. Einige Gemeinden sind in mehrere Gebiete aufgeteilt oder haben zum Teil verschiedene Alarmzentralen. Diese Gebiete werden als Sondergebiete bezeichnet, denen mehrere Nummern zugeordnet sind. All diese Routingnummern der Alarmzentralen für alle Arten von 1XX-Notrufen in allen Arten von Netzen (Fest-, Mobilfunk- oder Satellitennetz) für jede Gemeinde in der Schweiz sind in der vom BAKOM verwalteten und veröffentlichten Routing-Tabelle aufgeführt.

Karte "Notrufe per Gemeinde"

 
Karte "Notrufe per Gemeinde"

Diese Karte stellt die Routing-Tabelle grafisch dar und zeigt die Grenzen der 2'222 Schweizer Gemeinden (Stand 01.01.2018). Die Gemeinde Biel/Bienne ist als Beispiel hervorgehoben.

Mit jeder Gemeinde sind die entsprechenden Daten der Routing-Tabelle verknüpft. So werden beim Anklicken einer Gemeinde die Routingnummern und Alarmzentralen für alle 1XX-Notrufe aus dem Fest-, Mobil- oder Satellitennetz angezeigt. Wenn es in der Gemeinde Sondergebiete gibt, werden diese durch eine bestimmte Farbe gekennzeichnet. Die Daten der Sondergebiete können ebenfalls durch Anklicken abgerufen werden. Die Datenanzeige für Biel finden Sie hier.

 

Karten der Einzugsgebiete

Cartes des zones desservies

Diese Karten basieren ebenfalls auf den Daten in der Routing-Tabelle.

Eine Region, aus der Notrufe an eine bestimmte Alarmzentrale geleitet werden, ist ein Einzugsgebiet, das aus einer Gruppe von Gemeinden oder Sondergebieten besteht. Jedes Einzugsgebiet verfügt über eine eigene Routingnummer und wird auf der Karte durch eine andere Farbe dargestellt. Durch Anklicken einer Gemeinde in einem Gebiet werden die Routingnummer und die örtliche Alarmzentrale für die verschiedenen Arten von 1XX-Notrufen aus dem Fest-, Mobil- oder Satellitennetz angezeigt.

Auf der Karte oben sind beispielsweise die Einzugsgebiete für 112-Notrufe aus dem Festnetz zu sehen, namentlich die Routingnummer und die Alarmzentrale für die Region Biel. Die Routingnummer und die Alarmzentrale sind für alle Gemeinden und Sondergebiete in diesem Gebiet gleich und werden per Klick auf die Gemeinde angezeigt.

Insgesamt stehen 13 Karten mit den Einzugsgebieten nach Anrufart und Netz zur Verfügung: 112-Notrufe im Festnetz, 112-Notrufe im Mobilnetz, 112-Notrufe im Satellitennetz, 117-Notrufe im Festnetz, 117-Notrufe im Mobilnetz, 118-Notrufe im Festnetz, 118-Notrufe im Mobilnetz, 143-Notrufe im Festnetz, 143-Notrufe im Mobilnetz, 144-Notrufe im Festnetz, 144-Notrufe im Mobilnetz, 147-Notrufe im Festnetz, 147-Notrufe im Mobilnetz.

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Letzte Änderung 18.12.2018

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